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Lexikon

Kaum eine Branche erfindet derart schnell immer neue Fachbegriffe. Hier ist die Gelegenheit, deren genaue Bedeutung zu erfahren. Sie können nicht nur nach etlichen Begriffen aus der gesamten Werbebranche suchen. Vielmehr können Sie Ihr Wissen weitergeben, indem Sie selbst einen Lexikoneintrag verfassen.

Milchbazi 

  • 22.02.2002 00:21

Farbenlehre

Farbtabelle

Folgende Tabellen wurden empirisch ermittelt, sie sind das Ergebnis von Umfragen. Damit sind sie auch dem Zeitgeschmack unterworfen, d.h. die Bedeutungen können sich mit der Zeit verschieben.

Farbe - Allgemeine Wirkung und Eignung

Schwarz
Streng, formalisierend (schlanker machend). Ausdruck eines absolutistischen Ideals (Protest gegen Tradition wie auch bewusstes Sich-Unterscheiden). Keine individuelle Wesensfarbe, sondern Ausdruck einer bestimmten Haltung (auch Trauer).

Weiß
Sauber, rein, strahlend (üppiger machend). Ausdruck einer nicht sinnlichen Heiterkeit und gegebenenfalls Vornehmheit. Jugendlich. In Kombination mit anderen Farben fast unentbehrlich zur Hervorhebung und Begrenzung.

Rosa
Zart bis zärtlich, zurückhaltend (in Abendkleidform) bis jung mädchenhaft. Nur in (lachs bis apricot) Unterkleidung mit erotisierender Komponente. Zusatzfarbe weiß oder schwarz am vorteilhaftesten, wo bei die erstere das Zarte, die letztere das Intime unterstreicht. Reizvolle Kombination sowohl zu blond wie zu schwarzem Haar, bei letzterem jedoch sollte der Farbton nicht zu süßlich sein, sondern eher ins Bräunlich-Rostfarbene abweichen (apricot). Je mehr apricot, desto weniger intim und süß-zart, sondern eher "fein". Typische Frühlingsfarbe. Für den Herbst muss Rosa ins Lila übergehen.

Lila, hell
Zart und zurückhaltend, aber nicht jungmädchenhaft, sondern eher im Sinn der "Absonderung", der bewusst gemachten "feinen Herbheit", der "aparten Note". Keine satte Farbe als kombinatorische Ergänzung möglich, sondern Schwarz oder Weiß, allenfalls

Violett(und Gold bzw. Silber).
Dunkelhaarige drücken in Lila aparte Herbheit, Blonde zarten Duft aus.
Zartblau Weniger als die vorigen "apart", dafür zart und sehnsuchtsvoll-hingebend, ohne eigentlich sinnlichen Reiz. Frühjahrsmäßig und sommerlich, bei Blonden etwas fad, für dunkles oder kastanienbraunes Haar leicht zu schwächlich wirkend.

Ultramarinblau, Marine, Dunkelblau
Verschiedene kräftige und dunkle Blautöne wirken etwas alltäglich, wenn sie nicht mit besonders geschickt gewählten Zusatzfarben kombiniert sind oder eine spezifische Nuance haben (wie pflaumenblau, petrolblau, entenblau). Bei Mänteln können (als Futter z. B.) auch Gegenfarben dazutreten (warmes Gelb). Blautöne passen fast durchweg gut zu Blond, aber auch zu Braun und - bei leuchtenderem Blau - auch zu Schwarz. Dominierende blaue Augen verlangen oft nach blauer Kleidung. Die Wertstufe des Blau hängt ganz und gar von dem Stoff ab. Blaue Wollsachen stehen nicht vielen und manche Trägerinnen erhalten durch Blau einen etwas gelblichen Teint.

Blaugrün, Türkis
Eine Farbe, die - weitgehend von der Stofflichkeit abhängend - sehr vorteilhaft zur Unterstreichung von besonderen Reizen dienen kann (Zusammenstellung blauer bis blaugriiner Augen mit schwarzem Haar z. B.). Blaugrüne Wolle wirkt leicht kalt und aufdringlich, wogegen Rohseide und glänzende, glatte Stoffe die Farbe zur Geltung bringen. Der Typ, der diese Farbe trägt, ist nicht laut. Das Türkis ist etwas unbürgerlich und verlangt schlanke Trägerinnen, möglichst mit bräunlicher Hautfarbe.

Verschiedene Grün
Je satter und leuchtender das Grün, desto mehr ist es Frühlings- und Sommerfarbe; je gedeckter und olivestichiger (Forstgrün bis Olivgrün), desto herbstlicher mutet es an. Reines, seidiges Grün kann sehr festlich und interessant wirken; dunkles Grün hat immer etwas Häusliches an sich. Besonders interessant wirken Rothaarige in Grün. Auf den Teint (der leicht blass wirkt) muss besonders geachtet werden. Als Unterwäsche eignet sich nur ein kaltes, seidiges oder ein ausgesprochenes smaragdgrün, wogegen dunkelgrün und oliv überhaupt keine Beziehungen zur Unterbekleidung haben. Dafür ist es gute Wollfarbe. Grün wirkt am besten, wenn es in seiner Farbe bleibt ó Kombinationen nur bei entsprechender Verhüllung mit Gegenfarben, die aber nie ins Purpurne ziehen sollten, sondern mehr ins Warmrötliche, Goldene, Schwarze. Sehr helle, pastellene Grüns wirken ästhetisch, zart und etwas schwächlich.

Gelb
Vom Kanariengelb bis zum dunklen Goldbrokatton, vom hellen Zitron bis zum matten Strohgelb, vom Ockergelb bis zum tiefen maisgelb gibt es außerordentlich verschieden wirkende Gelbtöne. Je heller und reiner das Gelb, desto lichter und frühlingshafter die Anmutung. Je schwerer das Gelb, desto herbstlicher und "reifer". Gelb steht vor allem schlanken, schwarzhaarigen Frauen. Ins Goldne weisend wirkt es festlich-klassisch, stets eher heiter als ernst.
Orange und verwandte Farben Hierher gehört die große Gruppe der Cognac-, Curry- und Rostgelbtöne, die in verschiedener Nuancierung immer wieder durch ihre Schönheit bestechen, obwohl sie sich durchaus nicht leicht von jedermann tragen lassen. Vor allem passen blonde, wenig markante Frauen nicht zu dieser Farbe, die teilnehmen will und sich immer an irdische Freude, an fast südlichen Frohsinn wendet. Dunkelhaarige und blaugrünäugige Frauen können die Farbe besser tragen. Seidenglanz und Wollwärme geben der Farbe jeweils neue Nuancen und Impulse. In Wolle wirkt der Farbton besonders leicht "füllig". Orangetöne verlangen stets ein kräftiges Make-up wie überhaupt Kontraste im Äußeren und im Wesen.

Braun und Beige
Die Fülle der braunen und beigen Farben kann schwerlich im einzelnen charakterisiert werden. Gemeinsam ist allen etwas Häusliches, oft schon Hausbackenes, niemals Festliches (wenn nicht ein besonders kostbarer Stoff oder ein Brokateffekt vorliegt). Dunkelbraun wirkt eher alt als jung, etwas konservativ und wenig beschwingt und beschwingend. Braune Badeanzüge (und Unterwäsche) sind fast Widersprüche in sich selbst. Die Kombinierbarkeit ist gut.

Rot und Rotorange
Leuchtende Rottöne machen die freudigen Akzente im Mode bild aus. Rot ist meist festlich, allerdings niemals leise und eben oft aufdringlich, wenn der Farbton nicht ein wenig verhüllt ist oder der Stoff kommun ist. Das reine, fast kalte Rot drückt Dominanz und Herrscherstreben aus, das warme Orangerot mehr Leidenschaft bis Aggression. Dunkle Typen wie auch blonde mit lebhaftem Temperament können Rot gut tragen. Gerade diese Farbe verlangt einen Schnitt, der etwas hervorhebt, absetzt, flammen lässt oder eine besondere Strenge in der Form (Herrenschnitt).

Bordeaux, Weinrot
Die dunklen Rotnuancen entbehren der lauten Festlichkeit und zeigen mehr eine gewisse Feierlichkeit, allerdings Schlechtenfalls auch eine gewisse Phlegmatik. Daher eignet sich diese Farbe mehr für ein gesetztes Alter als gerade für junge Mädchen.

Purpur, Violett
Farben, die eigentlich nur in Samtstruktur überzeugen! In Seide wirken sie weniger tief, wenn nicht dafür gesorgt ist, dass das Violett bläulich und schimmernd nuanciert wird, wo durch eine innere und geheimnisvolle Leuchtkraft erreicht wird. Purpur und Violett mit edlen Metallen und viel Schmuck getragen hat immer eine sehr festliche, vornehme Note. Unkönigliche Gestalten sollten es daher vermeiden. Je blauer der Violetton ist, desto mehr eignet er sich auch zum Unterstreichen eines goldblonden Typs, je röter es sich darbietet, desto mehr eignen sich schwarze Haare zur Kombination, womit freilich nicht gesagt ist, dass Blonde überhaupt kein Purpur tragen könnten. Keine andere Farbe ist so für silberweißes Haar prädestiniert wie Purpurviolett! Bei Lampenlicht (Glühlicht) verlieren Violett und Purpur viel. Wesentlich ist, dass Violett an sich von Introvertierten, dem Innenleben erschlossenen Menschen geliebt wird. Es zeigt deshalb auch meist gewolltes Apartsein an. Dem introvertierten Typ stehen in Wahrheit auch Grünblau und warme Farben.

Grau, Silbergrau
Leider kann man unter Grau sehr verschiedene Textilfarben verstehen. Vom festlich-vornehmen silbergrau bis zum gewöhnlichen Staubgrau, vom dunklen, tristen Grau bis zum feinen Hellgrau (eines Reisekostüms) gibt es alle Übergänge. Gemeinsam ist allen Grau- und Silbertönen die Ferne von der lauten Vitalität. Beste Kombinationsmöglichkeit zeichnet diese Farben aus, die für Badeanzüge und Unterwäsche nur sehr fragliche Möglichkeiten haben. Grautöne dürfen in keinem Sortiment fehlen - sie bilden die glückliche Pause zwischen dem oft lästigen Zwang, immer Farbe bekennen zu müssen.

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Tobias 
66640 Namborn / Saarland

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