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  • 27.06.2001

Deutscher Filmpreis 2001: Filmband in Gold an HFF-Dokumentarfilm

Uli Gaulkes Diplomfilm "Havanna mi amor", der im letzten Jahr an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Koproduktion mit Flying Moon und dem ORB und gefördert durch die Filmboard Berlin-Brandenburg GmbH entstand, wurde von Staatsminister Julian Nida-Rümelin mit dem Filmband in Gold (verbunden mit einer Prämie von bis zu 400.000 DM) ausgezeichnet.

Dies ist ein weiter Meilenstein in der Erfolgsgeschichte dieses Diplomfilms. Seit der Premiere auf der Berlinale 2000 im Internationalen Forum rangiert "Havanna mi amor" unter den Gewinnern.
Havanna mi amor
Havanna mi amor
Während des Potsdamer Studentenfilmfestivals als Bester Dokumentarfilm gekürt, für den Deutschen Kamerapreis sowie den Besten Absolventenfilm 2000 nominiert, mit dem bayerischen Dokumentarfilmpreis "Junger Löwe" während des Studentenfilmfestivals München dekoriert und beim 23. Internationalen Filmfestival "Cinéma du Réel" in Paris mit dem Preis für den besten Debütfilm, dem Joris-Ivens-Award, ausgezeichnet, bewies sich Uli Gaulkes Film als Liebling von Jurys und Publikum.

Abends in Havanna ist wieder Fernsehzeit. Ein Jahrzehnt mussten die Kubaner auf ihren geliebten Fernsehroman, eine Telenovela "Made in Cuba", warten. Endlich flimmern wieder allabendlich Geschichten von Menschen aus dem heutigen Havanna über die Bildschirme.
Havanna mi amor
Havanna mi amor
"Si me pudieras querer" heißt der neue Straßenfeger - "Wenn Du mich lieben könntest". Mit der Titelmusik versammeln sich Millionen Kubaner vor ihren Fernsehern und verfolgen die Geschichten vom kleinen Glück und den großen Tragödien - unter ihnen viele, deren Geschichten nicht weniger interessant sind: Da ist José mit den goldenen Händen für russische Fernsehgeräte, der sich im Umgang mit den Frauen weit weniger geschickt zeigt - seine hat ihn gerade nach vierzehn Jahren Ehe rausgeschmissen. Oder die Friseurchefin Silai, die von den kleinen Flirts nichts mehr hält und in deren Salon gefeiert, geschimpft, getanzt und manchmal auch gearbeitet wird. Die schöne Tabakarbeiterin Gladys etwa, die meint, mit den Jobs würde es so wie mit den Männern laufen. Jeder Versuch, einen zu bekommen, misslingt. Dann wieder ganz anders Joana. Ihr Felix ist schön und kein Macho und sie will ihn behalten. Von Beruf Kavalier löst Marino seine Probleme mit Sex und José ertränkt seinen Frust im Bier.

Fazit: Alles ist eben wie es ist. Doch der Anschein trügt diesmal nicht. Das Leben der Leute vor den Bildschirmen ist viel spannender, als die allabendliche Telenovela ...

Regisseur Uli Gaulke wurde 1968 in Schwerin geboren. Nach Abitur und Armeezeit studierte er Physik, Informatik, Film- und Theaterwissenschaften in Berlin. Seit 1995 studiert er Regie an der HFF "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg. Uli Gaulke lebt in Berlin. Sein erster Kubafilm "Wer ist der Letzte" (1997) lief auf vielen internationalen Festivals und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Als einer der wenigen Studentenfilme, die überhaupt ins Kino kommen, fand "Havanna mi Amor" seit dem Kinostart im Sommer letzten Jahres bereits ein zahlreiches Publikum.

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