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  • 04.07.2001

SWR-Fernsehspielchefin Susan Schulte geht in Ruhestand

Mit Nachwuchsreihe "Debüt im Dritten" deutsche Filmlandschaft nachhaltig geprägt

Baden-Baden (ots) - Nach 33-jähriger Senderzugehörigkeit geht die Fernsehspielchefin des Südwestrundfunks (SWR), Susan Schulte, in Ruhestand. Schulte studierte in Oxford Germanistik und Romanistik.

Ihre berufliche Laufbahn beim Fernsehen begann sie beim Information Department der BBC in London. 1968 trat sie in die Fernsehspielabteilung des damaligen Südwestfunks Baden-Baden als Dramaturgin ein. Später wurde sie dort Leiterin der Abteilung Fernsehfilm und stellvertretende Leiterin der Hauptabteilung Film, Serie und Musik. Diese Funktion hatte Susan Schulte bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand inne.

1985 entwickelte Susan Schulte das Programm "Debüt im Dritten", dessen Ziel es ist, junge deutsche Autoren und Regisseure zu fördern. Dabei arbeitete die SWR-Fernsehspielchefin eng mit allen deutschen Filmhochschulen und Förderinstitutionen zusammen, vor allem mit der Ludwigsburger Filmakademie sowie der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG). Mit ihrer Nachwuchsreihe hat die gebürtige Engländerin eine in der Film- und Fernsehlandschaft bundesweit anerkannte Institution etabliert. Zu ihren einstigen Debütanten
gehören heute bekannte Filmgrößen wie Nico Hofmann ("Der
Polenweiher"), Sönke Wortmann ("Drei-D"), Hans-Christian Schmid ("Nach fünf im Urwald"), Romuald Karmakar ("Der Totmacher"), Miguel Alexandre ("Nana"), Connie Walther ("Das erste Mal"), Veit Helmer ("Tuvalu") sowie Dominik und Benjamin Reding ("Oi! Warning").
Susan Schulte selbst wurde mehrfach ausgezeichnet: 1989 erhielt sie für ihr redaktionelles Engagement bei "Chimären" den Sonderpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, 1992 den Grimme-Preis in Silber für die Redaktion der Reihe "Debüt im Dritten" am Beispiel des Films "Unter Kollegen" von Claus Michael Rohne, 1995
den Fernsehpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für "Der Große Abgang" und 2000 den VFF-Produzentenpreis für "Vom Küssen und vom Fliegen" von Hartmut Schoen.

Die SWR-Fernsehspielchefin zeichnete außerdem als Autorin
verantwortlich für die Filmadaption der Romane "Am Wege" unter der Regie von Peter Beauvais und "Erzählung einer Unbekannten" mit dem Regisseur Peter Vogel. Neben ihrer Funktion als Produzentin des Fernsehfilms im Ersten und Leiterin der Debüt-Reihe war sie zuständig für die Entwicklung von Kino- und Fernsehkoproduktionen.

Susan Schulte vertrat den Südwestrundfunk in verschiedenen
ARD-Kommissionen und war bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Sender stellvertretendes Mitglied im Kuratorium der Deutschen Film -und Fernsehakademie Berlin sowie der Vergabejury der Filmförderung Baden-Württemberg. Sie ist weiterhin Mitglied des Stiftungsrates des Kuratoriums Junger Deutscher Film. 1990 fungierte sie als Beraterin der Berliner Drehbuchwerkstatt und war als Entscheidungsträgerin beim Ausbildungsprojekt der Europäischen Union für Jungproduzenten (EAVE) tätig. Außerdem war sie Mitglied in internationalen Jurys bei den
Filmfestspielen in Locarno, Banff, Monte Carlo und beim
Kurzfilmfestival in Brüssel.

Susan Schultes jüngstes Engagement beim SWR galt der neuen
ARD-Reihe "Debüt im Ersten", die im kommenden Herbst startet. Von acht Debüt-Produktionen dieser ersten Staffel werden drei Filme vom SWR gestellt: "Oi! Warning", "Clowns" und "Viehjud Levi". Das Südwestfernsehen setzt darüberhinaus die Tradition des "Debüt im Dritten" fort. Die 17. Staffel der Baden-Badener Talentschmiede wird
voraussichtlich im Mai 2002 gesendet.


Originaltext: SWR
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